Fachausschuss „Nein zu Gewalt an Frauen“ stellt Sensibilisierungskampagne vor
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25.11. hat der Fachausschuss Nein zu Gewalt an Frauen eine breit angelegte Kampagne konzipiert. Ziel ist es, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen herauszustellen und gleichzeitig auf vorhandene Hilfs- und Beratungsangebote vor allem in Aachen und der StädteRegion hinzuweisen.
So befinden sich auf den Plakaten, Bierdeckeln und Hängern, die in den Bussen der ASEAG verteilt werden, QR-Codes, mittels derer sich die Telefonnummern der Beratungsstellen abrufen lassen. Auf den digitalen Werbetafeln und den Monitoren der ASEAG wird zusätzlich die bundeseinheitliche Hilfstelefonnummer gezeigt.
Die Entwürfe für die Kampagne stammen aus einer Kooperation zwischen RückHalt e.V. und der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg in Aachen-Horbach. Studierende der Akademie hatten im Frühjahr 2025 in einem Seminar von Diplom-Designer Andreas Kruse, Dozent für Kommunikationsdesign, Typografie und Layout, Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit von RückHalt e.V. zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen gestaltet. In Abstimmung mit den Studierenden hat Andreas Kruse auf Wunsch des Fachausschuss Nein zu Gewalt aus den Vorlagen dann das Kampagnenmaterial erstellt, das mit der Förderung des MKJFGFI NRW für die Kampagne zum 25.11. realisiert werden konnte.
In diesem Jahr konnte der Fachausschuss die Förderung von Kooperationen gegen Gewalt an Frauen des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW hierfür einsetzen. Ziel der konkreten Förderung ist es, durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen sowie die Stadtgesellschaft insgesamt für Prävention und Solidarität vertiefend zu sensibilisieren. Die Plakate, Bierdeckel und Swingcards in den Bussen der ASEAG thematisieren mit ihren Botschaften das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. So wird das Thema "Gewalt gegen Frauen" sichtbar und so können Vorurteile und Verharmlosung abgebaut und Solidarität gestärkt werden.
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde 1999 von den Vereinten Nation zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen ausgerufen und bietet seither Anlass zur Benennung der strukturellen Probleme bei der Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt.
Gewalt umfasst dabei verschiedene Formen: körperliche, sexualisierte, psychische, ökonomische oder auch digitale Gewalt. Aktuelle Zahlen hat z.B. zuletzt das Deutsche Institut für Menschenrechte ausgewertet.[1] Sie Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (2023) zählt täglich 2,5 mögliche Femizide, 32 Vergewaltigungen, 55 Stalkingfälle und 409 Fälle von digitaler Gewalt. Diese Zahlen beziehen sich nur auf das Hellfeld, also auf die gemeldeten Fälle.
Der Fachausschuss "Nein zu Gewalt an Frauen" gehört als feste Institution zum Frauennetzwerk StädteRegion Aachen e.V. Dem Fachausschuss gehören an:
Gleichstellungsbüro Stadt Aachen
Gleichstellungsbüro StädteRegion Aachen
Frauen helfen Frauen e.V.
Frauen- und Kinderschutzhaus Sozialdienst kath. Frauen e.V.
Frauenhaus und Interventionsstelle Diakonisches Werk im Kirchenkreis Aachen e.V.
Polizeipräsidium Aachen
RückHalt e.V. - Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt
Sprecherinnen sind Sabine Bausch (Stadt Aachen) und Nadine Pier (Städteregion Aachen)
[1] Online unter: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/Fact_Sheet/
Factsheet_GeschlechtsspezGewalt_Fragen_und_Antworten1.pdf
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Do, 09. Oktober 2025



