Frauen: Geht Wählen - Ga Stemmen

Euregionaler Wahlaufruf zu den Europawahlen 2019
 

Frauen aus der Euregio Maas-Rhein versammelten sich am Dreiländerpunkt in Vaals, um ihren ersten gemeinsamen Wahlaufruf vorzustellen. Unter dem Motto „Frauen zeigen Flagge für EUROPA!“ rufen das Frauennetzwerk StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Region Zweckverband Aachen, der ostbelgischen Frauenliga/vie féminine VOG, dem Landfrauenverband und des limburgischen Frauennetzwerkes ZijActief Frauen aus der Euregio Maas Rhein anlässlich der Europawahlen– fast 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts – alle Frauen dazu auf, dieses Recht in Anspruch zu nehmen.

 

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(c) 2019 keupen: v.l.n.r.: Marije van Knippenberg (ZijActief Limburg), Birgitt van Megeren (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen), Nicole Faesen (ZIijActief), Nicole de Palmenaer (Frauenliga/ Vie Féminime Ostbelgien), Sibylle Keupen und Ann-Katrin Steibert (Vorstand des Frauennetzwerkes StädteRegion Aachen)

 

Das neugegründete euregionalen Netzwerk möchte mit der ersten gemeinsamen öffentlichen Aktion für Frauenrechte in Europa einstehen, denn Frauen können durch ihre Wahl Politik entscheidend mit beeinflussen und dafür sorgen, dass die Rechte der Frauen in Europa einen Platz haben. Dies ist besonders bei dieser Wahl von Bedeutung, wenn Parteien an Macht gewinnen, die die Errungenschaften der Frauenbewegung in den letzten Jahrzehnten mit Füssen treten und Frauen zurück an den Herd schicken wollen.
Das länderübergreifende Bündnis machte an dem grenzüberschreitenden Ort deutlich, dass gerade die europäische Zusammenarbeit vielfältige Chancen bietet voneinander zu lernen und Best Practice Beispiel der verschiedenen Nationalstaaten weiterzugeben. „In einer Zeit in den rechtspopulistischen Parteien in Europa Oberhand gewinnen, wird das Selbstbestimmungsrecht der Frauen massiv in Frage gestellt," erklärt Sibylle Keupen, Vorsitzende des Frauennetzwerkes StädteRegion Aachen, „außerdem wird die Frau auf die klassische Hausfrauenrolle zurückgedrängt.“ Diesen politischen Strömungen, die die Frauen auf stereotype Geschlechterrollen reduzieren wollen, soll ein solidarisches Handeln von Frauen in Europa entgegengesetzt werden. Deshalb rufen alle Frauenverbände auf wählen zu gehen und sich für eine gleichberechtigte Verteilung von Frauen in dem europäischen Parlament stark zu machen, zur Zeit sind nur ein Drittel der Abgeordneten weiblich, das muss sich ändern, betonte Ann-Katrin Steibert vom DGB Region NRW Süd-West.

„Wir Frauen wollen die Verantwortung für die Familie gemeinsam mit Männern wahrnehmen und ein für ein partnerschaftliches Konzept der Aufteilung von Beruf,-und Familienarbeit leben, betont Nicole Faesen von dem großen niederländischen Frauenverband ZijActief Limburg. Dies beinhaltet auch die gemeinsame Sorge von der „Wiege bis zur Bahre“ die zurzeit in der alleinigen Verantwortung vieler Frauen liegt, diese muss angemessen honoriert werden. „Dazu gehört auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit, die entsprechend Rahmenbedingungen braucht, um Beruf und Privatleben zu vereinbaren,“ betont Birgitt van Megeren vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen. Ein weiteres verbindendes Thema ist die Entgeltungerechtigkeit in Europa, die unmittelbar in die Altersarmut münden wird, denn immer noch verdienen Frauen 21% weniger als Männer und in der Rente sogar nur 53%, diese Ungerechtigkeit muss durch staatliche Regelungen aufgebrochen werden, erklärt Nicole.de Palmenaer von der ostbelgischen Fauenliga/vie Féminine.
Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört zu den Grundwerten der Europäischen Union, die als Gleichstellungsmotor für viele nationale im Rahmen des Gleichbehandlungsgesetzes gewirkt haben, diese Errungenschaften müssen unbedingt für die Zukunft und die jüngere Generation gesichert werden, dafür macht sich das Bündnis stark und wird über die Wahlen hinaus gemeinsame Aktivitäten planen, um Frauen in Europa zu stärken.

 

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Sie fordern deshalb, machen Sie sich stark für eine EU, …


• in der ein selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies Leben in wirtschaftlicher Unabhängigkeit für alle Geschlechter möglich ist.


• mit einem Familienverständnis, das auch Männern die Teilhabe an der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen ermöglicht und fördert.


• mit einem Rechtsstaat, der Frauen und Kindern Schutz vor physischer und psychischer Gewalt garantiert.


• die für den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ und für eine Aufwertung frauendominierter Berufe eintritt.


• die sich zu einem demokratischen, vielfältigen und solidarischen Europa und einer gemeinsamen europäischen Identität bekennt.

 

zum Download:

Plakat (PDF)

Pressemitteilung (PDF)

 

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