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"20 Stunden Sex" sorgen für Aufmerksamkeit

Zwangsprostitution findet statt – auch in Aachen. Die Frauen werden meist aus Osteuropa oder afrikanischen Ländern und häufig auch mit falschen Versprechungen nach Deutschland gebracht, wo sie sich dann statt als Zimmermädchen oder Haushaltshilfe in einem Bordell wiederfinden. Hier werden sie unter Druck gesetzt und unter Androhung von Gewalt, auch gegen die Angehörigen im Herkunftsland, zur Prostitution gezwungen. Sie haben Angst, sich Polizei oder Beratungsstellen gegenüber zu offenbaren, denn auch für diesen Fall haben sie mit massiven Konsequenzen zu rechnen. Entsprechend hoch dürfte die Dunkelziffer sein.

 

Der Fachausschuss Prostitution (ein Arbeitsgremium des FrauenNetzWerks) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Situation der Frauen zu verbessern. Enorm wichtig hierfür ist die Wahrnehmung des Themas in der Öffentlichkeit. Zu diesem Zweck werden jetzt in der Aachener Pontstraße Bierdeckel in Umlauf gebracht, die auf das Thema Zwangsprostitution aufmerksam machen sollen. Darüber hinaus sind auch Kontaktdaten der Beratungs- und Hilfsangebote in Aachen angegeben.

 

Bei dem Thema Zwangsprostitution ist wahrnehmen und hinsehen oft die einzig mögliche Hilfe. Deshalb sollen die Bierdeckel den Blick schärfen und auch eine konkrete Hilfsmöglichkeit anbieten.

 

Ergänzend dazu: Artikel in den Aachener Nachrichten vom 27.06.2018

 

Kontakt und Hilfsangebot:

www.solwodi.de
Telefon Aachen: 0241 413174711

Mail Aachen: aachen@solwodi.de

 

Sprecherin des Ausschusses Prostitution:

Loni Finken, Gleichstellungsbüro Stadt Aachen (loni.finken@mail.aachen.de)

 

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Bildquelle: C 2017 Frauennetzwerk

 

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