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Prostitution

Im Fachausschuss arbeiten mit:

Ellen Begolli,

LINKE Fraktion

 

Uschi Brammertz,

CDU Fraktion

 

Waltraud Breihahn,

Donum Vitae

 

Jutta Breuer,

Staatsanwaltschaft Aachen

 

Loni Finken,

Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen

 

Roshan Heiler,

SOLWODI

 

Kay Hohmann,

Picco Bella gGmbH

 

Daniela Lucke,

SPD Fraktion

 

Gretel Opitz,

FDP Fraktion

 

Anke Reermann,

Bistum Aachen

 

Elke Schulte,

Aids-Hilfe

 

Melanie Seufert,

GRÜNE Fraktion

 

Cerstin Wiesweg,

Piraten Fraktion

 

Ziel/Kernauftrag des Fachausschusses

Wir möchten die Öffentlichkeit für die Situation von Frauen in der Prostitution sensibilisieren, die betroffenen Frauen unterstützen, ihre Belange bei politischen, räumlichen und gesetzlichen Veränderungen im Blick behalten und in die Öffentlichkeit bringen. Wir möchten über das Thema Prostitution und Zwangsprostitution sprechen, um der Ratlosigkeit, Überforderung und Hilflosigkeit mit dem Thema zu
begegnen.

 

Was spornt die Mitglieder dieses Fachausschusses an?

NRW ist aufgrund der zentralen Lage in Europa ein Umschlagplatz für Menschenhandel und Zwangsprostitution und Aachen aufgrund der Grenznähe besonders. Die geplante Veränderung in der Antoniusstraße zur Ausweitung des Sperrbezirks macht es erforderlich, über die Konsequenzen für die Frauen zu sprechen. Im Zuge der Planungen sollen auch die Rahmenbedingungen für die Prostituierten positiv verändert werden. Die am Arbeitskreis beteiligten Institutionen haben in ihrer alltäglichen Beratungsarbeit, als politische

Entscheidungsträgerinnen oder als Teil der Verwaltung Berührungspunkte mit dem Thema. Der Arbeitskreis bietet die Möglichkeit, sich zur Unterstützung betroffener Frauen einzusetzen. Der Arbeitskreis ist geprägt von der Zusammenarbeit und Mitgliedschaft aller im Rat der Stadt Aachen vertretenen Fraktionen. Hier werden gemeinsame Ziele definiert, Handlungsschritte geplant und umgesetzt.

 

Aktionen / Meilensteine des Fachausschusses

2009: Gründung des AK „Prositution und Frauenhandel“, zunächst wurden Informationen gesammelt und erste Gespräche mit Polizei und Verwaltung geführt. Ende 2009 wurde vom FrauenNetzWerk, FA „Gewalt gegen Frauen“ eine Fachtagung zum Thema Prostitution durchgeführt und eine Ausstellung mit Podiumsdiskussion in der Citykirche organisiert.

 

2010: Im Sozialausschuss der Stadt Aachen wurde auf Initiative des FA ein Sachstandsbericht eingefordert „Bericht über die
Situation der Prostitution in Aachen“ (29.04.2010). Daraufhin folgte ein Expertenhearing zum Dortmunder Modell und die Situation der Prostitution im benachbarten Ausland.

 

Am 25.11.2010 wurde der fraktionsübergreifende Beschluss gefasst:
1. Einen Runden Tisch einzurichten mit Verwaltung, Polizei, Staatsanwaltschaft etc.
2. Einen Ordnungsrahmen zu schaffen, in dem Prostitution gewaltfrei und selbstbestimmt ausgeübt werden kann und
3. ein niederschwelliges Beratungsangebot in der Antoniusstraße anzubieten.

 

2011: Eröffnung der Beratungsstelle SOLWODI in Aachen (15.02.2011)

 

2012: Bierdeckelaktion, auf Bierdeckeln wurde auf die Situation von Zwangsprostituierten aufmerksam gemacht.

 

2013 / 2014: verschiedene Podiumsdiskussionen zur Zwangsprostitution und zur geplanten Gesetzesänderung auf Bundesebene.
Im Rat der Stadt Aachen wird ein „Handlungskonzept“ zur Prostitution beschlossen.

 

2014/2015: In den städtischen Gremien wird die Überplanung des Altstadtquartiers Büchel diskutiert, es wird der Beschluss gefasst, dass Prostitution in der Antoniusstraße bestehen bleibt und nicht in Außenbezirke verlagert werden soll. Schließlich wird ein Lauf- bzw. Schauhaus im Rat der Stadt Aachen beschlossen. Das FrauenNetzWerk beschließt eine umfassende Stellungnahme zu der Situation in Aachen und auch zur neuen Gesetzgebung auf Bundesebene.

 

2016: Es werden Vorbereitungen getroffen, um vorübergehend eine niederschwellige Beratungsstelle in der Antoniusstraße (bis zur Fertigstellung des geplanten Laufhauses) einzurichten. Der FA hat diese städtischen Entwicklungen eng begleitet und ist stolz, dass zum 01.08.2016 eine vorübergehende Beratungsstelle in der Antoniusstraße eröffnet wird!

 

2017: Stellungnahme des Fachausschusses Prostitution zum Kabinettsbeschluss zum neuen Prostitutionsgesetz. (PDF-Download)

Für ein geplantes neues Schauhaus in der Antoniusstraße in Aachen fordern wir darüber hinaus:
- Einen Raum für Beratungsangebote, in dem Prostituierte Unterstützung in vielen Fragen finden können
- Verhinderung von Wuchermieten ( bisherige überhöhte Mieten von über 100,- € je Tag sollen damit unterbunden werden)
- Verbot von Dumpingpreisen bei Sex-Dienstleistungen. Mindestpreise für Sexangebote dürfen nicht unterschritten werden.
- Regelmäßige unangekündigte Kontrollen, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen

 

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